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Hirschkäfer
Herwig Winter, 4.0,

Hirschkäfer

Lucanus cervus

Das Wichtigste auf einen Blick

Käfer stark gefährdet
  • Hirschkäfer ist einer der größten, außergewöhnlichsten Käfer in Europa
  • Er hat viele Namen und wird auch als Schröter, Hornschröter, Feuerschröter bezeichnet
  • Markant sind bei dem Männchen seine großen, braunroten Mandibeln, welche einem Hirschgeweih ähnlich sehen
  • Die männlichen Tiere erreichen eine Körpergröße von 25 bis 75 mm
  • Bei den weiblichen Tieren ist die Körpergröße 30 bis 50 mm
  • Die Flügeldecken sind kastanienbraun gefärbt
  • Kopf, Brust und Beine sind schwarz
  • Die Mandibeln bei den Weibchen sind normal entwickelt und können kräftig beißen
  • Bei schlechter Ernährung können die Männchen auch sehr klein sein und kein Geweih tragen
  • Hirschkäfer lecken gern ausfließenden Baumsaft und können trotz ihrer Größe fliegen
  • Sie sind Bewohner der warmen, lichten Eichenwälder, an besonnten Waldrändern, aber manchmal auch in Gärten, Parks und Alleen
  • Bei dem Verlassen der Erde befindet sich der Hirschkäfer schon im 3. bis 8. Lebensjahr
  • Die Männchen werden nach dem Schlupf nur wenige Wochen alt, und auch die letzten Weibchen versterben im Spätsommer
  • Sie fliegen und Schwärmen in der Dämmerung und sind von Mai bis August zu beobachten
  • Es können auch Kämpfe zwischen zwei Männchen stattfinden und der Gewinner paart sich mit dem Weibchen
  • Nach der Paarung legen die Weibchen die Eier an den Wurzeln von kranken oder toten Bäumen
  • Die Larven brauchen durch Pilzzerfall zermürbtes Totholz, besonders von Eichen
  • Für ihre Entwicklung brauchen die Larven je nach Nahrungsvorrat 3 bis 5, manchmal auch 8 Jahre und sind bis zu Häutung oft über 11 cm lang
  • Die hellbraune Kopfkapsel der Larven ist chitinisiert mit kräftigen Mandibeln
  • Tief im Erdboden verpuppen sie sich in einer faustgroßen Kammer
Allgemein
Familie: Blatthornkäfer
Bestandssituation (Rote Liste): selten
Gefährdung (Rote Liste): stark gefährdet
Lebensraum: Eichenwälder
Käfer
Größe: 25-75 mm
Engerling
Entwicklungszeit: 5 Jahre
Nahrung: Wurzelstöcke von Laubbäumen

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