Der Schwarzstorch ist ein ängstlicher Bewohner großer, sumpfiger Wälder und etwas kleiner als der Weißstorch
Gesamtlänge beträgt 90 bis 105 cm und bei einer Flügellänge von 60 cm, kann die Gesamtspannweite knapp zwei Meter betragen
Das Gefieder an der Oberseite ist schwarz glänzend und die Unterseite zeigt sich weiß
Auch wie beim Weißstorch sind die Beine und der Schnabel rot
Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen gibt es im Aussehen nicht
Bei den Jungvögeln ist der Schnabel dunkelbraun und die Beine sehen gelbgrünlich aus und wechseln dann ins Rötliche
Das braunschwarze Gefieder ist nicht glänzend, eher stumpfer, ohne den metallischen Glanz
Sein Flug zeigt sich leichter und flinker als beim Weißstorch
Er hat weniger Probleme beim Einfliegen in den Kronenbereich großer Bäume und auch durch den Wald kann er den Flug besser steuern
Der scheue Einzelgänger ernährt sich mehr von Tieren, die im Wasser leben
Eine große Rolle spielen Fische und Rundmäuler, aber auch Amphibien und Wasserinsekten
Er nimmt aber auch regelmäßig Pflanzen, wie Moose und Wasserpflanzen zu sich und verfüttert sie an seinen Nachwuchs
Sie jagen meist in seichten Gewässern, watend und breiten teils ihre Flügel aus, um die Lichtreflexion auf dem Wasser zu mildern oder um den Fischen eine Höhle vorzutäuschen
Sie sind im dritten Jahr geschlechtsreif
Der Schwarzstorch baut sein Nest in Baumkronen, meisten in der Nähe des Stammes oder auf Felsen
Bevorzugt sind alte Eichen, aber auch Buchen, Erlen, Eschen oder Birken
Je nach Gebiet können auch Kiefern, Fichten und Tannen genutzt werden und die Nester werden über viele Jahre genutzt
Ab April beginnt die Brutzeit in Mitteleuropa
4 bis 6 grünliche Eier in Abständen von zwei Tagen werden gelegt und von beiden Elternteilen bebrütet
Die Brutzeit beträgt 34 bis 38 Tage
Sie schlüpfen unregelmäßig und sind unterschiedlich groß
Die Fütterung übernimmt das Männchen und mit 60 bis 70 Tagen sind sie flügge
Sie verlassen das Brutgebiet meisten in Zugrichtung und noch vor den Altvögeln