Der Mäusebussard ist einer der häufigsten, mittelgroßen Greifvögel in Mitteleuropa
Mit einer Körperlänge von 51 bis 57 cm und einer Flügelspannweite von 113 bis 128 cm ist er ein kompakter Vogel
Er besitzt einen runden Kopf und dunkle Augen
Der Hals ist kurz, seine Handschwingenspitzen sind immer dunkel und der Kropfbereich zeigt sich meist weiß bis schwarzbraun längsgestreift
Er hat einen gespreizt, abgerundet wirkenden Schwanz
Männchen und Weibchen sind gleich, nur die Farbgebung kann sehr variieren vom tief dunkelbraun bis fast weiß
Seine Krallen sind hornfarben und der Schnabel zeigt sich schwarz, wird aber zum Kopf hin heller oder dunkler
Er ist ein Bewohner von Waldgebieten mit angrenzenden, offenen Landschaften
Seine Hauptnahrung sind Kleinsäuger, wie Feldmäuse, aber auch größere verletzte Tiere wie Hasen, Kaninchen werden zur Beute
Auch Jungvögel, Reptilien, zum Beispiel Eidechsen, Blindschleichen, Amphibien, Frösche, Kröten, Insekten, deren Larven und Regenwürmer werden gefangen
Er baut sein Nest auf Bäumen (Pappeln, Buchen, Erlen, Birken, Weiden, Eichen, Kiefern, Tannen) in einer Höhe von mindestens 18 m am Stammende in Astabzweigungen oder auf stabilen Seitenästen
Auch Felsbruten wurden in Deutschland beobachtet
Im Alter von zwei bis drei Jahren sind Mäusebussarde geschlechtsreif
Sie bleiben ihrem Gebiet treu und die Paare bleiben ein Leben lang zusammen
Ab Mitte März bis April beginnt die Eiablage
Die rotbraunen Eier sind graubraun gefleckt auf weißer Grundfarbe
Es werden von dem Weibchen zwei bis drei Eier gelegt und die Brutzeit dauert 33 bis 35 Tage
Nach dem Schlüpfen bleiben die Nestlinge 42 bis 49 Tage im Nest, halten sich in der Nähe des Nestes auf Ästen 6 bis 10 Wochen auf
Die Jungen werden immer selbständiger und ziehen dann aus dem Brutrevier ab
Mitteleuropäische Mäusebussarde sind Standvögel oder Teilzieher