Spanische Wegschnecke wird auch Kapuzinerschnecke, Große Wegschnecke oder Lusitanische Wegschnecke genannt
Diese Art kann bei feuchtwarmen Wetter sich extrem stark vermehren
Sie ist eine gehäuselose Schnecke mit einem kräftigen, längsgerunzelten Körper
Die Färbung der Individuen ist variabel, denn sie können hellbraun, orange, dunkelbraun bis fast schwarz, rot und hellgelb sein
Sie breiten sich als Neozoon derzeit weiter nach Norden und Osten hin aus
Spanische Wegschnecken sind in feuchten Laub- und Mischwäldern, auf Feldern, in Wiesen und Gärten zu finden
Bei Gartenbesitzern und auch Landwirten fressen sie gern an bestimmten Pflanzen, wie Studentenblumen, Baldrian, Weißen Diptam, auch Kürbis- und Melonenpflanzen
Sollten diese Pflanzen nicht zur Verfügung stehen, dann fressen sie nahezu alle Pflanzen
Sie meidet die lebenden Teile wild wachsender und ungezüchteter Pflanzen, da diese Substanzen enthalten, die der Schnecke nicht schmecken
Spanische Wegschnecken fressen in der Nacht, können aber auch bei feuchter Witterung und bei Regen am Tage beobachtet werden
Die Paarung findet meist in der Nacht statt, bei Regen auch tagsüber
Ihr Gelege kann bis zu 225 Eier enthalten und jede Schnecke produziert 200 bis 400 Eier
Sie legen die Eier auf den Boden, unter der Pflanzenstreu, unter Rinden und anderen feuchten Orten ab
Je nach Temperatureinwirkung beträgt die Entwicklungsdauer etwa 30 bis 37 Tage
Bei über 25 °C stoppt die Entwicklung
Die Jungtiere schlüpfen noch im selben Jahr im Herbst oder im zeitigen Frühjahr des kommenden Jahres
Sie hat eine Generation im Jahr und die meisten Tiere sterben nach der Eiablage
Nicht befruchtete Schnecken können überwintern und somit ein Alter von 3 Jahren erreichen
Normal überwintern die Jungschnecken und graben sich im Boden ein
Durch ihren bitteren Schleim, den sie absondern, werden sie von Kröten und Igeln gemieden
Sie ist wenig empfindlich gegenüber Trockenheit
Feinde der Spanischen Wegschnecke sind Indische Laufenten, andere Hausentenrassen, die von der Stockente abstammen
Auch der einheimische Grabkäfer (Pterostichus melanarius) und der Tigerschnegel (Limax maximus) fressen die Eier der Schnecken