Japanischer Garten

Japanischer Garten
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Ein Japanischer Garten ist kein Garten voller Blumen und Farbenpracht, sondern eine stilisierte, idealisierte Darstellung der Natur – in kleiner, ruhiger, oft meditativer Form. Er vermittelt Stille, Reduktion, Gleichgewicht und Einklang mit der Natur.
Typisch für einen Japanischen Garten sind Steine und Kies als Symbol für Berge und Wasser, auch Moos, Gräser und Formgehölze mit integrierten Wasserflächen. Ebenfalls gehören Brücken, Laternen aus Stein und kleine Pavillons dazu. Es werden pflegeleichte und langlebige Pflanzen verwendet. Mit wenigen ausgewählten Pflanzen, viel Struktur und Naturmaterialien kannst du eine harmonische, kontemplative Atmosphäre schaffen – ganz gleich, ob im großen Garten oder auf kleiner Fläche.

Es gibt verschiedene Stilarten, z. B.:
Zen-Gärten (Karesansui) – „trockene“ Gärten ohne Pflanzen, mit Kies, Steinen und Moos
Teegärten (Chaniwa) – als Weg zur Teezeremonie
Landschaftsgärten (Tsukiyama) – mit Hügeln, Wasserläufen, Brücken und Wegen

  1. Beispiel zur Veranschaulichung für die Gestaltung eines japanischen Gartens:
    Stell dir einen kleinen Teich vor:
    In einem westlichen Garten würde man links und rechts die gleichen Pflanzen setzen, symmetrisch um den Teich herum.
    Im japanischen Garten steht vielleicht auf einer Seite eine einzelne Kiefer, auf der anderen ein Stein mit Moos, ein paar unregelmäßig gesetzte Gräser – und doch wirkt alles vollkommen ausgewogen und schön.
  2. „Alles wirkt natürlich – aber nichts ist zufällig“
    Das bedeutet:
    Die Natur wird nachgeahmt, aber idealisiert – die Unvollkommenheit ist gewollt.
    Jeder Stein, jeder Baum, jede Pflanze ist bewusst ausgewählt und platziert, um eine ruhige, stimmige Gesamtwirkung zu erzeugen.
    Es geht nicht um Gleichheit, sondern um Harmonie und Balance.
  3. Ein Japanischer Garten ist zurückhaltend und geordnet, aber dabei niemals langweilig. Er arbeitet mit Formen, Farben und Texturen.
    Das können immergrüne Gehölze sein oder strukturierte Flächen aus Kies, Moos und Wasser. Schaffe gezielte Sichtachsen und klare Wege.
    Bringe Symbole in den japanischen Garten – Stein für Beständigkeit, Wasser für Veränderung.
    Verschiedene Gestaltungselemente sind typisch: Steinlaternen, Wasserbecken, Bambuszäune und Sichtschutzelemente, Trittsteinpfade, Ahornbäume für die Herbstfärbung, Bonsai als geschnittene Formgehölze und „Trockenflüsse“ aus geharktem Kies.

Alle Pflanzen in der Übersicht

Rhamnus frangula 'Asplenifolia'
Rhamnus frangula 'Asplenifolia'Farnblättriger Faulbaum 'Asplenifolia'
  • Sorte einer heimischen ArtGehölz
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  • 1,5 - 2,5 m
    1,2 - 1,5 m
  • 36 11
Ginkgo biloba 'Troll'
Quelle:Edita Medeina/
Ginkgo biloba 'Troll'Ginkgobaum 'Troll'
  • nicht heimische Sorte (Neophyt)Gehölz
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  • 60 - 80 cm
    60 - 100 cm

Naturmodule

Quelle: B. Helbig
Kiesbeet